Lesen Sie hier einen vollständigen Reisebericht von Wilfried Bernhardt und seinen Eindrücken während seiner Mietwagenreise durch Mexiko.
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WILFRIED BERNHARD AUS BERLIN, MÄRZ 2015

Gestern Abend sind wir von unserer dreiwöchigen Mexiko/Kalifornienreise zurückgekehrt. Gern nutze ich die Gelegenheit, ein kleines Feedback zu unserer Mexikoreise zu geben.

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Wir hatten wirklich sehr interessante zwei Wochen, und Deine Empfehlung, nicht nur die Maya-Heiligtümer von Yukatan anzuschauen, war absolut berechtigt. Wir haben insbesondere die wunderschönen Städte Puebla, Oaxaca und San Cristobal de las Casas sehr genossen und fanden auch die Pyramiden von Teotihuacán sowie von Monte Albán sehr beeindruckend. Die Unterkünfte waren durchweg gut ausgewählt, vor allem hat uns begeistert, dass es sich zumeist um interessante ältere Gebäude (z.B. Hotel Colonial in Puebla) handelte, also nicht um die heute auf Reisen meist anzutreffenden 08-15 – Unterkünfte. Auch das Personal war durchgängig recht freundlich, was uns natürlich gefiel. Das Frühstück war teils ansprechend (z.B. in Mexiko City), teilweise eher einfacher (z.B. Hotel Del Pelegrino). Sehr schön war, dass wir in Tehuantepec einen tollen Pool zur Verfügung hatten (nur leider dort wenig Zeit, eine kurze Nacht, späte Ankunft, früher Aufbruch), ebenso sehr schön das Hotel Chablis in Palenque mit schönem Pool. Das Hip Hotel in Tulum hat uns auch sehr gefallen, auch wenn die Nacht wegen Fehlens der Klimaanlage recht heiß war.

Wir haben auch praktisch das ganze von Dir vorgeschlagene Programm „abgearbeitet“, also beispielsweise einschließlich der Stopps in Cholula, beim Baum von Tule oder in Chiapa del Corzo und  den Ausflügen nach Monte Albán  und Celestún. Beim Canon del Sumidero entschieden wir uns dafür, den Canyon von der Aussichtsstraße aus von oben zu besichtigen (also keine Bootstour), dafür unternahmen wir eine lohnende Bootstour in Celestún.

Die sehr schöne Reise war allerdings auch anstrengend. Das lag nicht nur an der großen Hitze, die vor allem ab Palenque einsetzte, sondern auch daran, dass die Autofahrten viel Zeit in Anspruch nahmen und wegen der vielen „Topes“ und der kaum vorhersehbaren tiefen Schlaglöcher den Fahrern  höchste Konzentration abverlangten. Insbesondere die Strecke zwischen San Cristobál de las Casas und Palenque hatte es (weniger wegen der Kurven, sondern wegen der Straßenverhältnisse) in sich. Wir hatten uns  ja – Deiner Empfehlung entsprechend – aus Sicherheitsgründen in Ocosingo dem Konvoi angeschlossen , der ausschließlich aus kleinen Reisebussen mit einheimischen und sich auf diesen Straßen gut auskennenden Fahrern bestand, die ein hohes Tempo vorlegten und wenig Rücksicht auf Überholverbote etc. nahmen. Wir waren eine Stunde früher in Ocosingo eingetroffen, was unser Glück war, denn der Tross setzte sich bereits 8:45h (und nicht 9:30h!) in Bewegung.

Die wunderschönen und eindrucksvollen Wasserfälle in Misol Há und Aqua Azul haben sich aber auf jeden Fall gelohnt.

Sehr mühsam war die Fahrt zu den Kalksteinwasserfällen Hierve el Agua. Wir hatten nicht mit einer 10 km langen, zeitraubenden,  heißen Schotterpiste gerechnet (man hätte sich hier wohl eher ein geländegängiges Fahrzeug gewünscht), die wir dann ja auch noch nach Besichtigung komplett zurückfahren mussten, da es keine plausible Alternativstrecke gab.  Auch hält Hierve el Agua dem Vergleich z.B. mit den Sinterterrassen in Pamukkale (Türkei) nicht stand.   Wenn wir auf unserer Mexiko-Tour einen Punkt hätten streichen sollen, dann wäre dies dann wohl – wenn überhaupt – Hierve el Agua gewesen.  Nicht ganz überzeugend war auch Chiapa del Corzo. Wenn man nicht von dort aus eine Bootstour in den Canyon starten wollte, lohnt sich ein Aufenthalt dort kaum. Lästig sind vor allem dort die nervigen Händler und Cafébetreiber.  Und wegen einer Großbaustelle im Ort gerieten wir dann auch in einen halbstündigen Innerort-Verkehrsstau, was aber sonst glücklicherweise kaum vorkam.

Von diesen kleinen Ausnahmen abgesehen war aber unsere Mexikotour sehr gelungen. Natürlich hätten wir uns gewünscht, noch mehr Zeit für diese Tour zur Verfügung zu haben.  Trotz des – unverzichtbaren – Navigationsgeräts mussten wir teilweise etwas länger nach den Unterkünften forschen (nicht immer ließ sich die Adresse exakt im Gerät eintragen), und die Fahrten gestalteten sich z.T. langwierig.  Da wir ja die Städte an den Ankunftsorten auch kennenlernen wollten, fiel die Erholungsphase in den Hotels manchmal arg kurz aus, für längere Mittagspausen fehlte sowieso die Zeit. Schließlich verzichteten wir in Tulum auf die Besichtigung der Ausgrabungsstätte, um wenigstens einen halben Erholungs-Strandtag zu retten (was wichtig und gut war). Übrigens gefiel uns der Strand in Celestun (auch wenn dort kaum eine touristische Infrastruktur vorhanden ist) ausgesprochen gut: sauberer Strand, kein Wellengang.  Demgegenüber verhinderten ein stärkerer Wellengang in Tulum und auf dem Strand aufgetürmte Algen ein intensiveres Badeerlebnis.

Man sollte sich für unser Mexiko-Programm 3-4 Tage mehr Zeit nehmen, was für uns aber wegen der anschließenden Kalifornientour nicht in Betracht kam.

Dir und Deinem Team für die Organisation der Reise herzlichen Dank, die Reise war von Euch sehr gut vorbereitet und hat uns viel Spaß gemacht. Notfall-Situationen sind nicht eingetreten, auch unsere extra für Mexiko besorgte Telefonkarte haben wir nicht benötigt.

Bist Du schon wieder nach Mexiko zurückgekehrt? Den Wettermeldungen aus Deutschland während unserer dreiwöchigen Amerikareise nach zu urteilen, hatten wir wohl eindeutig die günstigeren Wetterbedingungen (von einem kleinen Schauer in Mexikocity und etwas – unser Programm nicht mehr störender – Regen am Cancun-Abend abgesehen drei Wochen nur Sonne und Wärme).

Viele liebe Grüße aus Berlin

 

 

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