HACIENDAS, MAYA KULTUR & CENOTEN

Auf den Spuren der Maya-Kultur wandeln, wunderschöne Strände entdecken, alte Haciendas und Sisalplantagen besuchen und in Cenoten schwimmen, das alles und noch viel mehr bietet der Bundesstaat Yucatan. Die Hauptstadt Mérida ist eine lebhafte Metropole, mit zahlreichen kulturellen Möglichkeiten, Ausflugszielen und schönen kolonialen Bauwerken.

 

Kathedrale aus Steinen der Maya in Mérida, Yucatán

Merida, im Bundesstaat Yucatan, wird auch die weiße Stadt genannt. Ob dies an den weißen Häuserfassaden, der traditionellen weißen Kleidung der Einwohner, der Sauberkeit oder an historischen Ereignissen liegt, ist bis heute unklar. Klar ist, das Mérida heute eine lebhafte Stadt ist, mit zahlreichen kulturellen Möglichkeiten, Ausflugszielen und schönen kolonialen Bauwerken.
Mittelpunkt des Zentrums von Mérida und optimaler Ausgangspunkt ist der Plaza de Independencia, auch Plaza Grande genannt. Dort steht an der Ostseite die imposante Kathedrale, die aus den Steinen der alten Maya Siedlung errichtet wurde. Und eine der grössten und ältesten Kathedralen der Halbinsel ist. Auf der Westseite, folglich gegenüber der Kathedrale liegt das Rathaus (Palacio Municipal). Südlich des Platzes befindet sich das Casa de Montejo, das als ältestes Haus der Stadt gilt und bis in die 70er Jahre im Besitz von den Nachfahren des Stadtgründers Francisco de Montejo war. Heute wird das Gebäude als Bank genutzt, kann aber dennoch besichtigt werden. Der Palacio de Gobierno, der Gouverneurspalast an der Nordseite des Platzes, beherbergt eine Touristeninformation und besonders sehenswert sind die Wandmalereien eines einheimischen Künstlers zu der Geschichte Yucatans. Auf dem Paseo de la Reforma, im nördlichen Teil der Innenstadt, kann man viele prachtvolle Villen bestaunen. Angelehnt wurde der Bau der Prachtstraße an den bekannten Paseo de la Reforma in Mexiko Stadt. Fährt man die begrünte Strasse entlang, kommt man an einem großen Monument vorbei, welches die wichtigsten Persönlichkeiten der Geschichte Mexikos darstellt.

.

Maya Tempel Uxmal zwischen Mérida und Campeche

Uxmal

Auf der Straße von Mérida Richtung Campeche liegt die archäologische Stätte Uxmal. Eine dazugehörige Siedlung gibt es nicht, möchte man aber über Nacht in Uxmal bleiben, gibt es ein ausreichendes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten, die in nächster Nähe zu den Ruinen liegen. Hauptattraktion ist zum einen die archäologische Zone selbst aber auch die allabendlich stattfindende Light and Sound Show.
Mittelpunkt der archäologischen Zone ist der Tempel des Zauberers, denn nach der Legende wurde er in einer Nacht erbaut. Es konnte nachgewiesen werden, dass die heutige Form in fünf Bauphasen errichtet wurde, und jeder Tempel um eine neue Schicht vergrößert wurde. Neben dem Tempel des Zauberers bestimmt der Gouverneurspalast das Bild, der auf einer riesigen Plattform steht. Der obere Teil der Fassade des Palastes ist reich verziert mit Gesichtern des Regengottes, dessen Hauptmerkmale eine rüsselähnliche Nase ist. Ein besonderes Erlebnis ist die täglich stattfindende Light and Sound Show bei der die archäologische Stätte mit verschiedenen Lichteffekten in Szene gesetzt wird und mit Musik oder einer Geschichte untermalt wird.

.

Maya Pyramide in Chichen Itza in Yucatán

Chichén Itza

Unbedingt eine Reise wert ist die archäologische Stätte Chichen Itza auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan. Sie gilt als eine der meistbesuchten und am besten erhaltenen Maya-Stätten des Landes und lässt mit ihren Tempeln und Plattformen so manch einen Besucher vor Ehrfurcht erstarren. Besonders lohnenswert ist ein Besuch am 21. und 22.März sowie am 21. und 22. September, da die Lichtverhältnisse bei den Betrachtern die Illusion hervorruft, als würde auf der Treppe von El Castillo eine Schlange hoch oder runter kriechen. Interessant ist aber durchaus auch ein Besuch nach Sonnenuntergang, da diese Illusion durch aufwendige Light- and Sound-Shows nachgeahmt wird und die Ruinen besonders fantasievoll ausgeleuchtet werden.
Hauptattraktion und somit das Wahrzeichen der Chichen Itza Ruinen ist die Pyramide namens El Castillo. Es wurde dem Gott Kukulcán geweiht, welches durch die zwei mächtigen Schlangenköpfe an der Nordtreppe symbolisiert wird. Eine weitere Attraktion ist der große Ballspielplatz etwas südlich der Pyramide, der aufgrund seiner Größe einzigartig in ganz Mexiko ist. Dieser Platz diente einem, dem Fußball ähnlichen Ballspiel. Wie dieses Spiel damals ausgesehn haben muss, wird auf vielen Schnitzereien an den angrenzenden Tempeln verdeutlicht. Schräg gegenüber von El Castillo befindet sich El Templo de los Guerros das auf Deutsch soviel wie der Tempel der Kieger bedeutet. Besonders sehenswert ist der Tempel aufgrund seiner prächtigen Wandmalereien und der zahlreichen Reliefs.

.

Flamingos und Mangroven in Celestún westlich von Mérida

Celestún

Celestun ist ein gemütliches Fischerstädtchen westlich von Merida. Unbestrittene Hauptattraktion des Ortes sind die großen Kolonien pinkfarbener Flamingos, die die Landschaft des Biosphärenreservats Ría Celestun zieren. Das Reservat ist mehrere Tausend Hektar groß und bietet dank der vielfältigen Landschaft aus Lagunen und Mangrovenwald vielen verschiedenen Tieren einen Lebensraum.
Die meisten Menschen kommen hierher, um die faszinierenden Flamingos in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Die beste Reisezeit hierfür sind der März und April sowie Juni und Juli. In der restlichen Zeit des Jahres tummeln sich die scheuen Tiere zwar auch hier, doch dann gibt es längst nicht so viele zu sehen. Die Bootstour zu den Flamingos wird mit einer Fahrt durch einen angrenzenden Mangrovenwald zu einem herrlichen Süßwasserteich verknüpft. Das Wasser ist kristallklar und eignet sich bestens für eine kleine Abkühlung. Ansonsten ist das Städtchen ideal, um etwas zu relaxen, denn die Atmosphäre ist sehr entspannt. Man kann etwas baden, die Natur genießen und am direkt am Strand natürlich vorzüglichen frischen Fisch genießen.

.

Mexikanische Tänzer vor der gelben Stadt Izamal in Yucatán

Izamal

Ca. 70 km von Mérida entfernt liegt das kleine Städtchen Izamal, welches auch die gelbe Stadt genannt wird, da zahlreiche Häuser in einem satten Ocker Gelbton erstrahlen. Das gelbweiße Franziskanerkloster bestimmt das Stadtbild.
In der vorspanischen Zeit war Izamal eine wichtige Zeremionalstätte, da im Zentrum große Plattformen mit Tempeln lagen, in welchen wichtige Gottheiten verehrt wurden. Nach der Eroberung durch die Spanier errichteten diese ein Franziskaner Kloster mitten auf der wichtigsten Plattform. Wie bereits in Mérida und Campeche, demonstrierten die Eroberer auch in Izamal ihre Vormachtstellung indem sie die alten alten Maya Tempel einfach überbauten. Im Franziskanerkloster können verschiedene Gebäude besichtigt werden, wie die Kirche mit dem schön restaurierten Altar und zahlreiche Statuen, die wichtige Persönlichkeiten der Geschichte Izamals darstellen. In der Nähe des Klosters liegt die Pyramide Kinich-Kakmó, die ca. 36 m hoch ist und, in den 90er Jahren rekonstruiert und restauriert wurde.

.

Cenote Dzitnup, Natural Spring in Valladolid in Yucatán

Valladolid

Valladolid ist ein kleines beschauliches Dörfchen 40 km östlich von Chichen Itza. Obwohl es heute hauptsächlich als Knotenpunkt für Fahrten von und nach Merida gilt, ist es mit seinen schönen Kolonialgebäuden und seinen romantischen Restaurants durchaus einen Aufenthalt wert. Vor allem zur Abend- und Nachtzeit erwacht das verschlafene Städtchen zum Leben und versprüht einen ganz besonderen Charme.
Valladolid war in früherer Zeit ein wichtiges rituelles Zentrum der Maya. Nach mehreren Versuchen seitens der Spanier gelang es schließlich Montejo, dem Jüngeren- trotz heftigem Widerstand durch die Maya- die Stadt einzunehmen. Unter der Vorherrschaft der Spanier wurde ein neues Zentrum im altbekannten Schachbrettmuster erbaut. Während der Kolonialzeit behielt Valladolid aufgrund seiner isolierten Lage zu Merida weitgehendst seine Unabhängigkeit, dennoch wurde die Maya-Bevölkerung erbarmungslos ausgebeutet. Selbst nach der Unabhängigkeit Mexikos war es den Mayas nicht erlaubt weite Teile der Stadt zu betreten. Dies führte dazu, dass Valladolid als erstes Angriffsziel des Kastankrieges ausgewählt wurde. Viele Einwohner der Stadt konnten fliehen, die Verbleibenden wurden jedoch gnadenlos niedergemetzelt.
Sehenswert ist allem voran der Templo de San Bernadino & Convento de Sisal. Diese Kirche diente in früheren Zeiten nicht nur dem Gebet, sondern auch dem Schutze der Bevölkerung vor Angreifern. Obwohl das Gebäude im Inneren etwas kahl erscheint, ist es aufgrund des Bildes der Jungfrau von Guadalupe und des Altares für Kulturinteressierte eine kleine Reise wert. Ein weiteres Highlight sind auch die vielen Cenoten, die unweit des Städtchens verteilt sind. Ganz besonders beliebt ist die Cenote Dzitnup. Diese Kalksteinhöhle wird mit künstlichem Licht ausgeleuchtet und lädt mit den malerischen Stalaktiten zu einem ausgedehnten Bad ein. Wer eine Fahrt mit dem Bus vermeiden möchte, ist eingeladen, ein Fahrrad bei einem der hiesigen Fahrradhändler auszuleihen und nicht nur die zahlreichen Cenoten, sondern auch und das koloniale Flair des Ortes auf eigene Faust zu erkunden.

.

Unsere Reisen durch Yucatán

weißes Gebäude in Yucatán, Mexiko

Die Highlight von Yucatán

Die Highlights von Yucatán

ab 440 €

5 Tage
Maya Pyramide auf Maya Yucatán Rundreise

Maya Yucatan – Privatreise

Maya Yucatan – Privatreise

ab 1.970 €

7 Tage
Mexikanische Kathedrale in Campeche in Yucatán

Welt der Maya Mobil

Welt der Maya Mobil

ab 816 €

10 Tage