HOCHLAND, DSCHUNGEL & MAYAKULTUR

Der Bundesstaat Chiapas liegt im südlichsten Teil Mexikos. Hierher kommt man, um auf einsamen Dschungelpfaden zu wandeln, etwa im Lacandón Urwald im Osten, dem größten Mexikos und um mehr über die Mayakultur zu erfahren, welche hier noch immer sehr lebendig ist. Eingebettet in den smaragdgrünen Urwald liegen die uralten Mayastätten Palenque, Yaxchilán und Bonampak, die aus einem Indiana Jones Streifen entsprungen sein könnten, sowie die wunderbare Kolonialstadt San Cristobal de las Casas im nebligen Hochland Chiapas.

 

Kunst aus Tuxtla in Chiapas

Tuxtla Gutiérrez

Der Name der modernen Stadt Tuxtla, welche Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas ist, kommt aus dem Nahuatl und bedeutet Platz an dem es reichlich Kaninchen gibt. Ausserdem wurde ihr, zu Ehren eines Generals, der Zusatz Gutierrez gegeben. Als touristisches Ziel ist Tuxtla aber nicht bekannt, sondern hauptsächlich wegen seinem Flughafen als Zwischenstation zur Weiterreise nach San Cristobal de las Casas, oder als Ausgangspunkt für Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.
Sehr sehenswert ist der Zoologische Garten von Tuxtla, wobei der Begriff Garten nicht ganz zutreffend ist, da es sich um ein riesiges 140ha großes Gelände handelt. Der Zoo ist sehr beeindruckend und, da fast das gesamte Gelände bewaldet ist, gestaltet sich der Besuch als sehr angenehm. Bestaunt werden können zahlreiche, überwiegend einheimische Tier- und vor allem Vogelarten, wie Großkatzen, Krokodile, Papageien und der vom Aussterben bedrohte Quetzal, dessen lange grüne Federn bereits die Azteken als Schmuck benutzten. Die Tiere werden sehr artgerecht gehalten und leben in schönen, weitläufigen Arealen. Neben dem Zoo gibt es an Sehenswürdigkeiten noch den Parque Madero mit einem Anthropologischen Museum, einem Botanischen Garten und einem Kinderpark.

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Kolonialische Kathedrale auf dem Zócalo in San Cristóbal de las Casas

San Cristóbal de las Casas

San Cristóbal liegt im abgelegenen Hochland von Chiapas, umgeben von dichten Kiefernwäldern, im Valle de Jovel. Verschiedene indigene Gemeinschaften, die hauptsächlich von den Maya abstammen, sind hier tief verwurzelt und es herrscht eine bunte kulturelle Vielfalt. Die Stadt ist von kleinen Dörfern umgeben, bei deren Besuch man viel über das autonome und traditionelle Leben ihrer Bewohner erfahren kann. Außerdem bietet die Stadt eine breite Palette an kunsthandwerklichen Erzeugnissen. Schon das kunterbunte Straßenbild ist eine wahre Freude und man kann Stunden damit zubringen, die kopfsteingepflasterten Straßen entlangzuschlendern und das Treiben zu beobachten.
San Cristóbal ist ein wirklich hübsches Städtchen und es lohnt sich, einen ausgiebigen Stadtspaziergang zu unternehmen. Es gibt einige sehenswerte Orte, jedoch der eigentliche Reiz besteht aus der ganz besonderen Atmosphäre, einem Mix aus indigener Kultur und kolonialer Vergangenheit. Wie in fast jeder mexikanischen Stadt bildet der Zócalo das Herz der Stadt und den Treffpunkt Einheimischer und Touristen. Besonders schön ist hier die ockerfarbene und ziegelrote Kathedrale, die sich an der Nordseite über dem Platz erhebt und durch die schönen Steinmetzarbeiten an der Fassade besticht. Sehenswert ist auch der Ex-Convento y Templo de Santo Domingo mit seiner rosafarbenen Fassade und der prächtigen Innengestaltung sowie die hübsche Kirche Santo Domingo. Unverzichtbarer Bestandteil eines jeden San Cristobal Aufenthalts ist der Besuch des farbenfrohen Marktes, einem wahren Feuerwerk der Sinne. In dem dichten Gedränge aus Menschen, Ständen und Ware ist fast alles zu bekommen  von Fleisch über Gemüse, Obst und anderen landwirtschaftlichen Produkten bis hin zu Kleidung und Kleinvieh.


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Pyramide in der Maya Stätte Palenque

Palenque

Absolutes Highlight einer Mexikoreise ist ein Ausflug zu der Ausgrabungsstätte von Palenque, die als schönste Maya Stätte in Mexiko gilt. Oft wird dieser Ausflug mit einem Abstecher zu den Wasserfällen Agua Azul und Misol-Ha verbunden. Die Pyramiden und Tempel von Palenque liegen im üppigen Urwald von Chiapas; ein Großteil der Stätte liegt immer noch verborgen unter dem dichten Grün des Urwalds. Die imposante Größe der Anlage sowie die schöne Architektur und Kunst der Tempel vor dieser herrlichen Kulisse sind sehr beeindruckend. Gut zum Ambiente passen auch die Schreie der Brüllaffen, die man manchmal sogar sehen kann! Die Stadt Palenque gilt im Allgemeinen als eher unattraktiv und nicht sehr sehenswert. Dennoch ist sie der optimale Ausgangspunkt für die Besichtigung der Ausgrabungsstätte sowie für weitere Ausflüge in die Umgebung.

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