MERIDA
HÄNGEMATTEN & WEISSE HÄUSER
Merida, im Bundesstaat Yucatan, wird auch die weiße Stadt genannt. Ob dies an den weißen Häuserfassaden, der traditionellen weißen Kleidung der Einwohner, der Sauberkeit oder an historischen Ereignissen liegt, ist bis heute unklar. Klar ist, das Mérida heute eine lebhafte Stadt ist, mit zahlreichen kulturellen Möglichkeiten, Ausflugszielen und schönen kolonialen Bauwerken.
GESCHICHTLICHES
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Die Ursrpünge der heutigen Kolonialstadt und Hauptstadt des Bundesstaates Yucatan, Merida, gehen bis zur Geschichte der Maya zurück. Denn bevor der spanische Eroberer Francisco de Montejo im Jahr 1542 die Stadt Merida gründete, befand sich hier eine alte Maya Siedlung mit mehreren Tempelpyramiden und weiteren großen Bauten. Leider wurden im Laufe der Zeit sämtliche Zeugnisse dieser Siedlung zerstört, da die Eroberer die Steine für koloniale Bauwerke und Gebäude verwendeten, die heute das Stadtbild bestimmen und Meridas besonderen Charme ausmachen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts kam die Stadt durch den Verkauf und die Verarbeitung von Sisal, auch das grüne Gold genannt, zu grossem Reichtum, denn sie besass sogar das Weltmonopol. Aus den hanfartigen Fasern, die aus den Blättern der Agave gewonnen wurden, produzierte man Schiffstaue, Seile, Matten, etc. Um Mérida herum entstanden daher prachtvolle Haciendas, die heute noch besichtigt werden können oder von welchen einige sogar zu Hotels umgebaut wurden. |
SEHENSWERTES & AKTIVITÄTEN
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KULINARISCHES
| In Merida locken eine Vielzahl an Restaurants und Bars mit schönen Innenhöfen oder gemütlichen Sitzplätzen direkt an der Fußgängerzone. Zum Wochenende hin werden einige Straßen im Zentrum abgesperrt, sodass man in Ruhe draußen sitzen kann. Generell ist die Küche in Merida typisch yucatekisch, bekannt sind die Gerichte Cochinita Pibil und Pollo Pibil, Schweine- und Hühnerfleisch, welches in der Regel in einem Topf in der Erde geschmort wird und dann mit weiteren Köstlichkeiten, wie zum Beispiel Reis, Soßen und Guacamole serviert wird. Es lässt sich aber auf den Speisekarten auch ein zunehmend europäischer Einfluss wiederfinden. |
FIESTAS
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Mérida bietet seinen Besuchern fast täglich ein großes Kulturprogramm mit Konzerten, Folkloreveranstaltungen und vielem mehr. Besonders bekannt ist der Tanz Jarana Yucateca und die singenden Troubadoure. Der Jarana Yucateca wird vor allem in der Karnevalszeit getanzt, während der sich Mérida im Ausnahmezustand befindet. Für diesen speziellen Tanz tragen die Frauen die typisch yucatekisch bunt bestickten Kleider und die Männer einen weißen Anzug. Ein Orchester spielt Musik, passend zu den verschiedenen Themen des Tanzes, wie beispielsweise einem Stierkampf. Einen ganz besonderen kulturellen Mix aus spanischen und karibischen Elementen erlebt man bei den Darbietungen der singenden Troubadoure, die oftmals auf Plätzen ihre Lieder über Themen wie enttäuschte Liebe und Illusionen singen. |
AUSFLÜGE IN DIE UMGEBUNG
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Merida ist ein optimaler Ausgangspunkt für viele Ausflugsziele in der nahen Umgebung. Die beliebtesten Ziele sind die archäologischen Zonen von Chichen Itza und Uxmal, die Ruta Puuc, die Hacienda Yaxcopoil und das Biosphärenreservat Celestun. Chichen Itza zählt heute als Weltwunder und ist die wohl bekannteste und besterhaltenste archäologische Stätte Mexikos. Dort faszinieren die imposanten, architektonischen Bauwerke der Maya wie die berühmte Pyramide des Kukulcán und der riesige Ballspielplatz. Über das Areal der Anlage Uxmal verstreut liegen beeindruckende, gut erhaltene Gebäude aus rosafarbenem Kalkstein, über die man von einem Aussichtspunkt auf der Anlage einen wunderschönen Blick genießen kann. Nicht weit weg von Mérida kann man auf einer Bootstour die Lagune und die Mangrovenwälder von Celestún erkunden und dabei interessante Vogelarten beobachten. Wer mehr über den besonderen Puuc-Baustil der Maya erfahren möchte, folgt der Ruta Puuc, auf der man verschiedene archäologische Stätten besichtigen kann. |
TYPISCHES
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Wer typisch yucatekisches Kunsthandwerk kaufen möchte, ist in Mérida genau richtig. Verkauft werden hier die bekannten Panamahüte aus Palmenfasern und die bunt bestickte Mayakleidung. Generell gilt aber immer, gut auf die Qualität zu achten. Wer außerdem schon immer davon geträumt hat zu Hause gemütlich in einer Hängematte zu liegen, hat in Mérida gute Auswahlmöglichkeiten, denn die Stadt ist bekannt für ihre farbenfrohen Hängematten und wird auch die Stadt der Hängematten genannt. Diese kann man in Merida in speziellen Läden, auf Märkten oder von fliegenden Händlern erwerben. Man sollte allerdings auch hier gut auf die Qualität der Hängematte achten. Generell gibt es sie aus Sisal, Nylon oder Baumwolle, das Garn sollte am besten dünn und glatt sein und es sollten möglichst viele Maschen fest geknüpft sein. Wer von Merida einen Ausflug in die umliegenden Dörfer macht, wird mit Sicherheit einige Menschen zu Gesicht bekommen, die sich in ihren Hängematten ausruhen und entspannen. Wenn Sie Glück haben bekommen sie von einem Einheimischen die Verwendungsweise der Hängematten gezeigt, die teilweise sogar so groß sind, dass eine ganze Familie darin schlafen kann. |
PROBLEME & ÄRGERNISSE
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Generell gilt Merida als sehr sicher und es gibt sogar eine Touristenpolizei. Dennoch sollte man aufpassen nicht auf Trickbetrüger hereinzufallen und sich, wie in jeder größeren Stadt, vor Taschendieben in Acht nehmen. In der Innenstadt Meridas kann es vorkommen, dass man angesprochen wird, um mit in Geschäfte zu kommen, die von außen sehr unscheinbar wirken, im Inneren dann aber unendlich erscheinen. Möchte man sich bei einer Sache noch nicht zum Kauf entscheiden, sollte man Argumenten wie, das Geschäft hätte nur noch heute geöffnet etc. keinen Glauben schenken. |



Mittelpunkt des Zentrums von Mérida und optimaler Ausgangspunkt ist der Plaza de Independencia, auch Plaza Grande genannt. Dort steht an der Ostseite die imposante Kathedrale, die aus den Steinen der alten Maya Siedlung errichtet wurde. Und eine der grössten und ältesten Kathedralen der Halbinsel ist. Auf der Westseite, folglich gegenüber der Kathedrale liegt das Rathaus (Palacio Municipal). Südlich des Platzes befindet sich das Casa de Montejo, das als ältestes Haus der Stadt gilt und bis in die 70er Jahre im Besitz von den Nachfahren des Stadtgründers Francisco de Montejo war. Heute wird das Gebäude als Bank genutzt, kann aber dennoch besichtigt werden. Der Palacio de Gobierno, der Gouverneurspalast an der Nordseite des Platzes, beherbergt eine Touristeninformation und besonders sehenswert sind die Wandmalereien eines einheimischen Künstlers zu der Geschichte Yucatans. Auf dem Paseo de la Reforma, im nördlichen Teil der Innenstadt, kann man viele prachtvolle Villen bestaunen. Angelehnt wurde der Bau der Prachtstraße an den bekannten Paseo de la Reforma in Mexiko Stadt. Fährt man die begrünte Strasse entlang, kommt man an einem großen Monument vorbei, welches die wichtigsten Persönlichkeiten der Geschichte Mexikos darstellt. 






